Bauen

Unser Stadtteil und insbesondere das Quartier unseres Ortsvereines mit den Ortsteilen Barkhof, Bürgerpark und Schwachhausen zeichnet sich durch eine hohe Dichte an schützenswerter Altbausubstanz aus. In den vergangenen Jahren hat der Beirat Schwachhausen aktiv an der Unterschutzstellung ganzer Straßenzüge mitgearbeitet.
 
Die SPD Schwachhausen-West setzt für den weitgehenden Erhalt von Altbauten ein. Aufgrund der aktuell angespannten Marktsituation im Wohnungsbau und der niedrigen Zinsen sind Grundstücke in Schwachhausen außerordentlich beliebt. Die politischen Einflussmöglichkeiten, Altbausubstanz vor dem Abriss zu bewahren, sind begrenzt. 

Nicht jedes Haus erfüllt die strengen Anforderungen des Denkmalschutzes, wie aktuell das Beispiel des Medienhauses an der Schwachhauser Heerstraße zeigt. Investoren planen den Abriss des Medienhauses und den Bau von Eigentumswohnungen. Trotz mehrfacher Befassung im Beirat Schwachhausen und des Amtes für Denkmalschutz wurde von diesem letztendlich eine Unterschutzstellung abgelehnt. Die Abwägung der Investoreninteressen überwog das Interesse an dem Erhalt dieses stadtteilprägenden Gebäudes. 

Car-Sharing-Station an der Georg-Gröning-Straße

Car-Sharing

In Schwachhausen gibt es ein gut ausgebautes Netz an Car-Sharing-Stationen, welches stetig erweitert wird. Größter Anbieter ist Cambio-Carsharing, ein Unternehmen, das sich mehrheitlich im Besitz der Kundinnen und Kunden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befindet. Allein im Gebiet unseres Ortsvereins gibt es sieben Stationen von Cambio.

rechts: Station an der Georg-Gröning-Straße.


Fahrradstraße Parkallee

Die „Fahrradstraße Parkallee“ zwischen dem Stern und dem Rembertitunnel als Teil einer sog. Premiumradroute ist umstritten. Die einen fühlen sich als Radfahrer gefährdet und von Autofahrern bedrängt und hätten am liebsten eine eigene Fahrspur nur für Fahrräder. Andere wiederum möchten die Parkplätze für die Anwohner erhalten und glauben, dass die Lösung in der gegenseitigen Rücksichtnahme liegt. Wieder andere halten die Fahrradstraße für überflüssig, weil es doch bereits auf beiden Seiten einen Fahrradweg gibt. 

Auch in unserem Ortsverein gehen die Standpunkte weit auseinander. Wir haben im September 2018 drei Mitglieder unseres Ortsvereins nach ihrer Meinung gefragt, die beispielhaft für viele andere Mitglieder stehen.  

 

Der Vorschlag des Amts für Straßen und Verkehr ist überzeugend: Parken am Mittelstreifen, Rückbau des Radwegs. Der Gehweg wird größer, Fußgänger werden nicht durch Radfahrer gestört. Der Wegfall des Radweges erhöht die Sicherheit an Einmündungen, da Doppelstrukturen wegfallen. Bewirtschafteter Parkraum kommt den Anwohnern und anliegenden Betrieben entgegen, keine Parkplätze fallen weg. Die Fahrbahn ist rechts durchgehend frei, Radfahrer müssen parkenden Autos nicht mehr ausweichen. Die Einfädelung in den Stern wird einfacher, insbesondere dort stören die rechts parkenden Autos den Verkehrsfluss von Rad- und Autofahrern. (Christian Carstens)

 

Eine „Premium-Route“ sollte durchgängig „Premium“ sein, in diesem Falle von der Neustadt bis zur Uni. Das ist jedoch nicht gegeben: Wilhelm-Kaisen-Brücke, Wachtstraße, Marktplatzquerung, Bischofsnadel (Fußgängerzone mit Treppe), Wallanlagen, Verlauf vom Stern bis Uni – das alles ähnelt mehr einem Hindernislauf als einer Premium-Route. Im Sinne von Sicherheit für alle Beteiligten (Fußgänger, Fahrradfahrer und Autofahrer) ist es sinnvoller, alle Radwege in einen guten Zustand zu bringen und nutzbar zu machen. (Meike Baasen) 

 

An ein paar wichtigen Strecken in der Stadt sollten Fahrradfahrer absoluten Vorrang für Autofahrer haben. Deshalb sollte den Fahrradfahrern auf der Parkallee jeweils die Hälfte der Fahrbahn in jeder Richtung komplett allein zur Verfügung stehen. Wer etwas für lebenswerte Städte und gegen den Klimawandel tun will, muss den Fahrradverkehr in unseren Städten attraktiver machen. (Jörg Henschen)

Im Oktober 2018 hat ein Runder Tisch einen Vorschlag erarbeitet, der jetzt umgesetzt wird und den Sie hier nachlesen können: 
Anlage 2: Protokoll Runder Tisch Parkallee zum Pr. Nr. 34 der öffentlichen Schwachhauser Beiratssitzung am 25.10.18

Gesundheitsversorgung 

In der Gesundheitsversorgung zeichnet sich der Stadtteil Schwachhausen durch eine hohe Dichte an Allgemein- und Facharztpraxen, diversen Präventions- und Rehabilitations-angeboten und das Krankenhaus St.-Joseph-Stift aus.

 

Das St. Joseph-Stift Bremen ist ein Akutkrankenhaus, das sich in zehn Fachgebiete gliedert. Das katholische Krankenhaus arbeitet nach christlichen Leitlinien in Medizin und Pflege.
Die vielfältigen Baumaßnahmen und deren Auswirkungen auf den Stadtteil insbesondere hinsichtlich der verkehrlichen Entwicklung beschäftigen regelmäßig den Beirat Schwachhausen und unseren Ortsverein.

Ebenfalls im St. Josef-Stift ist der Ärztliche Bereitschaftsdienst  der Kassenärztlichen Vereinigung, die stadtweite Notfall-Versorgung, untergebracht. 

Integration

Die SPD Schwachhausen-West setzt sich für eine gelingende Integration geflüchteter Menschen ein. Der Ortsverein engagiert sich auch für die Belange der Schutzsuchenden. In unserem Quartier gibt es mit dem Übergangswohnheim in der Gabriel-Seidl-Straße eine Einrichtung mit aktuell 60 Plätzen. Die Übergangseinrichtung für Flüchtlinge wurde Ende April 2016 in Betrieb genommen. Träger der Einrichtung ist die AWO Soziale Dienste gemeinnützige GmbH.

Mehr Informationen finden Sie hier.

Polizei und Sicherheit 

Am Rande unseres Ortsvereins-Gebiet gibt es an der Parkallee ein Polizeirevier, wegen seiner Lage am Bürgerpark auch liebevoll "Eichhörnchen-Revier" genannt. Außerdem gibt es in unserem Quartier zwei Kontaktpolizisten: Andreas Elfers ist für die Ortsteile Barkhof und Bürgerpark zuständig, Jens Vogel für den Ortsteil Schwachhausen.
Nähere Informationen und Kontaktdaten zu unserer Polizei im Stadtteil finden Sie hier.

Schulen im Stadtteil 

Im Einzugsgebiet des Ortsvereins Schwachhausen-West liegen die "Grundschule an der Carl-Schurz-Straße", die "Oberschule Am Barkhof" sowie das "Hermann-Böse-Gymnasium" und das "Kippenberg-Gymnasum". 

Die Grundschule an der Carl-Schurz-Straße  ist im Jahrgang 1, 3 und 4 eine dreizügige und im Jahrgang 2 eine vierzügige verlässliche Grundschule mit rund 280 Schülerinnen und Schüler. Das denkmalgeschützte Schulgebäude stammt aus dem Jahr 1913. Das Kollegium der Schule besteht derzeit aus 12 Lehrerinnen und 2 Lehrern, 3 Sonderpädagoginnen, 4 pädagogischen MitarbeiterInnen und 6 Schulassistenzen.

Das Einzugsgebiet der Schule umfasst über 20 Kindergärten und –gruppen des vorderen Schwachhausens.

Die Oberschule Am Barkhof ist eine weiterführende Schule bis zur 10. Klasse. Die Schwerpunkte sind a) Musik und Theater sowie b) Naturwissenschaften und Mathematik.  Es werden in jedem Jahr 59 Kinder über das reguläre Anmeldeverfahren aufgenommen. Dazu kommen fünf Schulplätze für Kinder mit besonderem Förderbedarf. Es werden also insgesamt 64 Kinder aufgenommen, die sich auf drei Klassen verteilen.  Neben der ersten Fremdsprache Englisch werden noch Französisch und Spanisch als zweite Fremdsprache angeboten.

Das Hermann-Böse-Gymnasium ist 1905 als modernes Realgymnasium gegründet worden. Heute ist die Schule ein Gymnasium mit bilingualem Profil, zertifizierte Europaschule und IB World School. Die Schule wird von 1.000 Schülerinnen und Schülern besucht, die nach 12 Schuljahren das Abitur ablegen. Alle Klassen in der Sekundarstufe I werden bilingual unterrichtet. Neben dem Sprachenlernen wird großer Wert auf eine fachlich fundierte mathematisch-naturwissenschaftliche Bildung gelegt. In der Qualifikationsphase der Oberstufe wird neben klassischen Profilen und dem bilingualem Profil auch ein Wirtschaftsprofil angeboten. 

Das Kippenberg-Gymnasium ist ein durchgängiges Gymnasium von Klasse 5 bis zum Abitur. Derzeit lernen hier etwa 1.200 Schülerinnen und Schüler bei etwa 100 Lehrkräften. Zur Schule gehören sechs neuere, teilweise alleinstehende Häuser, eine alte Kaufmannsvilla (Vietor-Haus) und eine neue Mensa. Es werden alle Fächer eines klassischen Gymnasiums in regulären Klassen angeboten. Die Schülerinnen und Schüler können sich aber auch für eine Musik- oder Kunst-Klasse entscheiden, in denen mehr Musik- bzw. Kunstunterricht stattfindet als in einer regulären Klasse. Zudem ist das Kippenberg-Gymnasium eine MINT-Schule mit Schwerpunkten in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.